Evangelische Kirchengemeinde Laufenburg
 
 

Unsere neue Kirchendienerin Denise Bodzemo

Die Neue“ heißt Denise


Christlicher Glaube als „Kontaktstelle“ für Menschen unterschiedlicher Herkunft: Ein Forum bot im aktuellen Fall der jährliche Nudel-Sonntag in unserer Gemeinde.

Denn mittendrin unter den Laufenburgern saß die noch wenig bekannte Familie Bodzemo:

Denise mit ihrem aus Kamerun stammenden Ehemann Emmanuel, begleitet vom fünfjährigen Christian und der kleinen Anne-Marie mit eineinhalb Jahren. Seit Juli wohnt die ausgebildete Altenpflegerin mit ihrer Familie in Laufenburg.

„Ich war schon immer evangelisch“, bekennt Denise, die Jüngste von zehn Kindern in der Heimat an der Elfenbeinküste. 

Weshalb sie sehr gespannt zuhörte, als jemand aus dem Kirchengemeinderat beim Nudel-Essen sie ansprach: ob sie eventuell Interesse hätte, als Nachfolgerin von Valentina Becker die Aufgaben einer Kirchendienerin zu übernehmen.

„Ich habe erst später verstanden, was man von mir wollte“, lacht die junge Frau, die sehr gut Deutsch spricht, aber  den Inhalt der Anfrage (noch) nicht ganz erfassen konnte. 

Drei ihrer  Geschwister, ebenso ein Neffe, leben schon seit längerer Zeit in Deutschland. Und als Denise nach dem Abitur ein Studium begann, überzeugte eine in Stuttgart lebende Schwester sie von den Vorzügen des neuen Lebens.

Da packte Denise ihre Koffer und fand in verschiedenen großen Städten Stellen als „Au-pair-Mädchen“. Den nicht allzu üppigen Lohn sparte sie für teure Sprachkurse, die sie vor allem in Freiburg (auch unterstützt von ihrer Schwester) erfolgreich absolvierte. „Sehr mühsam“, erinnert sie sich, sei der Versuch gewesen, Sprachkurs und Studium an der Uni (erst katholische Theologie, dann drei Semester Maschinenbau) zu kombinieren. 

Ab 2009 entschloss sie sich daher zu einer Ausbildung als Altenpflegerin in Waldshut, die sie nach drei Jahren abschloss. Ihre erste Stelle fand sie in Bad Säckingen im Pflegezentrum St. Franziskus.

Zehn Geschwister zuhause und alle sind katholisch wie der Vater, nur Denise war und ist evangelisch „wie die Mama“. Der sonntägliche Gottesdienst im französisch sprachigen Land findet in der „Assemblée de Dieu“ statt und dauert „stundenlang

mit Tanz und Gesang: “Jeder Sonntag ist ein Feiertag“, mit sehr vielen Besuchern aus den zahlreichen Freien evangelischen Gemeinden ringsum. Dann herrscht dort ein munteres Sprachen-Gewirr aus über 60 Dialekten, neben der Amtssprache Französisch. 


Und hier bei uns, wie erlebt sie diesen ganz anderen Gottesdienst? Die Gestaltung, der Liturgie erinnert sie (wir staunen) an die katholische Kirche, weil - wie in einer Institution - der Ablauf sehr geregelt ist. Doch damit hat Denise kein Problem, sie hat verstanden, „hier ist man halt so“. Vor allem aber: "Jeder von uns kennt seine eigene Verbindung zu Gott.“

Jetzt freut sie sich auf ihre neuen Aufgaben, auch wenn diese im Moment noch mit einigen Fragezeichen versehen sind, alles ist noch ungewohnt für sie. Aber die Voraussetzungen stimmen: Die Familie ist komplett, Emmanuel hat Arbeit in Laufenburg,  die Kinder sind versorgt und behütet, und die Kirche ist von der Wohnung aus zu Fuß zu erreichen.

-Gudrid Brauch-


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